Ställe Neustadt/ Dosse
Gebäude 40/41, Ställe I/II - Brandenburgisches Haupt- und Landgestüt Neustadt/ Dosse


Gebäude
Der Umbau und die Sanierung der Ställe I und II sind Bestandteil der Generalsanierung des Brandenburgischen Haupt- und Landgestüts.

Die Ställe I/II (Geb. Nr. 40/41) bilden die westliche Begrenzung
einer großzügigen, rechteckigen Hofanlage und gehören zur 1788 - 91 entstandenen Kernanlage des Landgestüts. Zwei Ställe, zum nördlichen und südlichen Ende des Gebäudes hin, binden in ihrer Mitte ein ehemals als Wohnhaus genutzten Gebäudeteil ein.



Nutzer
Brandenburgisches Haupt- und Landgestüt Neustadt/ Dosse

Architekt
PFEIFFER . ELLERMANN . PRECKEL
Gesellschaft von Architekten und Stadtplanern GmbH

www.pep-architekten.de

Auftraggeber der GSE
BLB Brandenburgischer Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen NL Bernau

Zeitraum
2003 bis 2006

Planungsleistungen
HOAI-Leistungsphasen 2 - 6, Tragwerksplanung


Baumaßnahme
Grundsanierung der Dachkonstruktion unter Berücksichtigung einer neuen Dachdeckung aus Plattenziegeln (Biberschwänze) in Doppeldeckung unter Berücksichtigung der Ergebnisse der holzschutztechnischen Untersuchung und der denkmalpflegerischen Belange (im sichtbaren Bereich Wahl neuer ingenieurmäßiger Holzverbindungen).

Die vorhandenen Gauben wurden zurückgebaut, neue Gauben wurden angeordnet.

Sanierung der Deckenbalken der Erdgeschossdecke unter Berücksichtigung der neuen Nutzungen, Umbauten im Aufenthaltsbereich und Ergebnissen der holzschutztechnischen Untersuchungen.
Da die Balken wegen der ober- und unterseitigen Verschalung nicht sichtbar sind, konnten hier ingenieurmäßige Verstärkungen gewählt werden.

Anordnung von Zugängen aus den Ställen in den Aufenthaltstrakt mittels Treppen.

Grundrissveränderungen im Aufenthaltstrakt mit Einflüssen auf die Tragwirkung der Deckenbalken der EG-Decke wegen der wieder in der ursprünglichen Lage angeordneten Treppe zum Dachgeschoss.

Fußbodensanierung der Ställe und Wiederherstellung des Belages in den Boxengassen mit Ziegelpflaster.


Konstruktion
Das vorhandene Gebäude ist ein eingeschossiger Mauerwerksbau mit hölzerner Dachkonstruktion.

Nach außen hin charakteristisch für dieses langgestreckte, eingeschossige Gebäude, ist die massive, mit kleinformatigen, quadratischen Fenstern durchzogene Fassade und ein Krüppelwalmdach mit kleinen Dachluken und Entlüftern. Die Decke über dem Erdgeschoss ist eine Holzbalkendecke und Teil
eine Holzbalkendecke und Teil der Kehlbalkendachkonstruktion.

Die Deckenbalken liegen, verkämmt mit Mauerlatten, auf den Außenwänden, im Aufenthaltsbereich auch auf Innenwänden auf. Im Bereich der Ställe bestehen die Innenauflager der Deckenbalken aus Längsunterzügen, die ihre Lasten über Holzstützen abtragen. Die Holzstützen sind auf Granitsockeln gegründet.