Hunsrück-Grundschule
Hunsrück-Grundschule, Manteuffelstraße 79-80, Berlin Kreuzberg


Baumaßnahme
Mehrzweckgebäude: Neubau eines Mehrzweckgebäudes mit Speisesaal, Aula, Schulbücherei, Sprachlabor und Hausmeisterwohnung.

Remisen: Sanierung der Remisen aus der Jahrhundertwende: Die Remisen wurden als Schulgebäude mit Werkräumen, Klassenzimmern und Aufenthaltsräumen umgebaut. Dabei wurde das
ursprüngliche äußere Erscheinungsbild wieder hergestellt. Die Remisen werden über eine neu erstellte Brücke erschlossen. Zwischen den Remisen wurde ein Verbindungsbauwerk als Schulgebäude erstellt.

Umbau des Schulgebäudes: Sanierung und Umbau des bestehenden Schulhauses aus den 70er Jahren.



Nutzer
Hunsrück - Grundschule

Architekt
Yamaguchi und Essig Architekten

www.Yamaguchi-Essig.de

Auftraggeber der GSE
Bezirksamt Friedrichshain - Kreuzberg von Berlin

Zeitraum
1991 bis 2002

BRI
Mehrzweckgebäude ca. 4.800 m³

BGF
Mehrzweckgebäude ca. 1.400 m²

Bausumme
ca. 14 Mio. €

Planungsleistungen
HOAI-Leistungsphasen 1 - 6, Tragwerksplanung
Substanzanalyse zu den Remisen


Konstruktion
Mehrzeckgebäude: Die Decken des Mehrzweckgebäudes wurden als Vollbetondecken mit Stahlverbundträgern hergestellt. Die Abmessungen der tragenden Stahlverbundträger wurden nicht nur nach statischen Erfordernissen, d.h. Bemessung für Eigengewicht und ruhende Nutzlasten, sondern auch unter Beachtung der möglichen Nutzung aus der Hausmeisterwohnung und den Räumen im 2.0G als Sprachlabor und Bücherei bestimmt. Die drei oberen Geschossdecken mussten abgefangen und die senkrechten Lasten z.T. über eine Zugstütze angehängt werden. Bei der Konstruktion war zu beachten, dass z.B. spielende Kinder in der Hausmeisterwohnung zu dynamischen Einwirkungen und entsprechenden Schwingungen führen und das Wohlbefinden der Personen im Sprachlabor oder der Bücherei beeinträchtigen könnten. Die Eigenfrequenz der Tragglieder wurde auf die dynamischen Einwirkungen abgestimmt. Die straßenseitige Außenwand wird z.T. als gebogener Abschnitt eines

Kegelstumpfes aus Stahlbeton ausgeführt. Zur Herstellung der Baugrube für den Erweiterungsbau war eine Unterfangung der Nachbargebäude erforderlich. Die Unterfangung wurde mittels Hochdruckinjektion (HDI-Verfahren) hergestellt.

Remisen: In den Remisen wurden die vorhandenen stark geschädigten Holzbalkendecken durch neue Stahlbetondecken ersetzt. Besonders zu beachten waren hier die Bauzustände für die Herstellung der Decken, bei denen die Wände nicht ausreichend horizontal gehalten wurden. Die Dachkonstruktionen sowie ein Turm wurden als Holzkonstruktionen in der ursprünglichen Form wieder aufgebaut.

Umbau des bestehenden Schulgebäudes: Im Rahmen des Umbaus des Schulgebäudes wird eine Innenhofüberdachung mit Fassade als Stahl-Glaskonstruktion erstellt.