Haus der Kulturen der Welt
John-Forster-Dulles-Allee 10 in Berlin-Tiergarten


 
Das im Tiergarten gelegene Haus der Kulturen der Welt – auch bekannt als „schwangere Auster“ – ist ein Forum für den Dialog mit Gegenwartskulturen aus aller Welt. Es bietet ein Podium für Theater- und Tanzaufführungen, Filmpräsentationen, Literatur, Tagungen, Ausstellungen und Veranstaltungsreihen.

Das Gebäude wurde 1957 als Beitrag der Internationen Bauausstellung von dem amerikanischen Architekten Hugh A. Stubbins, unter Mitwirkung von W. Düttmann und F. Mocken, errichtet.
Architektonische Besonderheit war das nach zwei Richtungen geöffnete frei schwebend wirkende Dach.

Die Dachfläche wird auf beiden Seiten von Stahlträgern gehalten, die nur auf zwei Punkten aufliegen. Das Dach wurde nach größeren Bauschäden 1987 originalgetreu wieder aufgebaut.



Bauherr
KBB - Kulturveranstaltungen des Bundes

Nutzer
KBB - Kulturveranstaltungen des Bundes

Architekt
für die Sanierungsplanungen:
GAP Gesellschaft für Architekten und Projektmanagement www.gap-arch.de

für die Bauleitung: Architekt M. Schasler
www.schasler.de

Auftraggeber der GSE
GAP Gesellschaft für Architekten und Projektmanagement

Zeitraum
2005 -2006 für Umbau und Sanierung

BGF
7.400 m²

Bausumme
ca. 13 Mio. €

Planungsleistungen
Tragwerksplanung LP 1-6, Wärmeschutznachweise, Brandschutzkonzept

fortlaufend Kleinstaufträge zu Kunstinstallationen
2011 – Begutachtung Fassade

Links
www.hkw.de


Baumaßnahme
Teilinstandsetzung, Sanierung und Umbau / Modernisierung des zu beiden Seiten hin großflächig verglasten Sockelgebäudes während einer definierten Spielpause des Hauses.

Das Sockelgebäude beherbergt auf drei gegeneinander versetzten Ebenen die große Empfangshalle, eine Cafeteria und die Verwaltung.

Der wesentliche Aufwand der Tragwerksplanung lag in der Anpassung des Bestandes an die Anforderungen der Nutzung.

Dazu waren erforderlich:
  • Überprüfung der Bestandsunterlagen mit teilweiser geprüfter Übereinstimmung vor Ort
  • Betrachtung der Gebäudestabilität wegen neuer Wanddurchbrüche
  • Überprüfung der Bestandsunterlagen mit teilweiser geprüfter Übereinstimmung vor Ort
  • Betrachtung der Gebäudestabilität wegen neuer Wanddurchbrüche
  • Wegen Sanierung der Grundleitungen ergaben sich umfangreiche Änderungen im Bereich der Fundamente und Bodenplatte, teilweise Erneuerung von Sohlplatten
  • Nachweise und Verstärkungen bestehender Verankerungen von Ausbaukonstruktionen
  • Bewertung von Substanzschäden und Erarbeiten von Sanierungslösungen
  • Nachweise zum baulichen Brandschutz
  • Wärmedämmtechnische Untersuchungen der Bestandskonstruktionen
  • Substanzuntersuchungen zur Terrassenbrüstung (Natursteinplatten), Erarbeitung von Sanierungskonzepten und Sicherungskonstruktionen